Das Wetter
Frühling 300 n.V.

In den Feuerlanden sind am Tag ca. 30 - 35°C, hin und wieder kann es sintflutartige Regengüsse und Gewitter geben. Die Eislande haben mit Temperaturen zwischen -10 bis -30 °C und Blizzards zu kämpfen. Temno Gorod hat zwischen 10 und 20 °C, während immer wieder orkanartige Stürme auftreten können.
aktueller Plot
Der neue Gott

Nach Jahrhunderten taucht der vampirische Wanderprediger Konrad von Marburg wieder auf und versammelt unbemerkt zunehmend mehr Menschen um sich und findet ein Artefakt, das ihn übermächtig macht. Er ist entschlossen, die Rolle von Gott, den er in all den Jahren nie fand, einzunehmen und die Welt nach seinen Vorstellungen zu verändern.
Das Team
Markus Durance Lamia Lacrima
Vlad Draculea
Wanted
Das Forum sucht-> in naher Zukunft finden sich hier neue Gesuche. :)
#1

[Entwurf] Lamia Lacrima

in Bewerbung 12.09.2016 02:36
von Lamia Lacrima • 1 Beitrag



Name: Lamia Lacrima Iúlia Caesaria (Iúlia Venusta Divina, "Benevola"), "Weißer Phönix", "Weiße Flamme des Südens"
Geburtsdatum: 09.02.243 v. Chr.
Alter: 3399 Jahre
Gabe: Feuer
Flügel: Lamias Flügel sind gewaltig, wie es sich für die Cäsarin Roms gehört. Es sind gewaltige Schwingen, die sie wie einen Phönix erscheinen lassen und sie in wenigen Sekunden mehrere Meter durch die Luft katapultieren. Ihre Federn sind unterschiedlich groß und dadurch wirken die Flügel ein wenig zerzaust, aber auf die ungezügelte, lebendige Art, die dem Feuer zueigen ist. Die Federn selbst fühlen sich seidig-glatt an, sind weich und heiß, allerdings verbrennt man sich an ihnen nicht. Sie verfärben sich von dem Weiß, das auch Lamias ureigenstes Feuer auszeichnet zu den traditionellen Farben eines Phönix: Gelb, Orange, Rot und Gold. Auf den Flügeln tanzen meistens feine, kleine weiße Flämmchen. Lamia wird meistens von ein paar weißen Funken umgeben, aber wenn sie ihre Flügel ausgebreitet hat sind das deutlich mehr.

Aussehen: Die alte Vampirin kann man durchaus als "schön" bezeichnen. Sie ist 1,57m groß und hat lange, schwarze Haare, die in sanften Wellen über ihren Rücken fallen. Ihre Figur ist zwar schlank, aber dennoch kann man deutlich weibliche Formen erkennen und sie ist auch weit davon entfernt, als mager zu gelten. Wenn sie nicht gerade großen Durst hat, durch den ihre Haut blass wie Papier wird, hat sie einen gesunden, bronze-goldenen Hautton. Ihre Augen sind schwarz und für gewöhnlich wohnt ihnen ein gütiger Ausdruck inne. Dennoch sollte man sich davon nicht beirren lassen, denn wer bei ihr in Ungnade fällt, der wird von diesem gütigen Ausdruck nicht verschont, im Gegenteil ihr Ausdruck verwandelt sich dann vollkommen in einen, der sogar Zerberus mit eingekniffenem Schwanz winselnd davon gejagt hätte.
Lamias Gesicht ist von klassischen, aristokratischen Zügen geprägt: Die gerade Nase, die ausdrucksstarken Augen, eine hohe stirn und ebenfalls hohe Wangenknochen, volle Lippen - nur ihr weiches Kinn erinnert daran, dass sie verwandelt wurde, als sie kurz vor ihrem 16. Geburtstag war und ihr Gesicht noch nicht ganz die Züge einer Erwachsenen angenommen hatte.
Ihr Leben lang hat Lamia die Kleidung ihrer Jugend bevorzugt. Man brauchte nicht viele unterschiedliche Schnitte und der elegante Faltenwurf gefiel ihr stets am besten. Seitdem sie aber die Herrschaft über die Stadt ihrer Geburt übernommen hat, kam eins zum anderen und so entwickelte sich gerade unter den Vampiren eine neue Kleidungsart, der die Menschen Roms nachstreben: Bei diesen luftigen Kleidern der Frauen ist der Rücken frei oder nur in der Mitte des Rückens verläuft ein schmales Stück Stoff, sodass Iúlier stets ihre Flügel entfalten können, Männer tragen oft kein Oberteil. Lamia selbst bevorzugt Kleider mit freiem Rücken, da man so das Phönixtattoo auf ihrem Rücken besser sehen kann. Außerdem tendiert sie farblich eher zu weiß, rot und gold, allerdings findet man in ihrer Garderobe auch alle anderen Farben. Da sie weiß, welche Wirkung man bereits mit Kleinigkeiten erzielen kann, trägt sie für gewöhnlich keine großen Schmuckstücke, sondern eher kleinere und stets nur Gold, kein Silber.
Lamias Erscheinung ist auch durch ihre Aura, der feine, schillernde Nebel, der alles, was lebt umgibt, sehr faszinierend. Menschen können ihre Aura zwar nicht wirklich wahrnehmen, aber auch ihnen entgeht nicht, dass sie Ruhe und gelassene Erhabenheit ausstrahlt, sowie eine Authorität, der man sich nicht widersetzt, nicht mal widersetzen will. Zur Aura gehören auch eine leise Harmonie, die sie umgibt, die bei jedem Wesen einzigartig ist. Die Klänge, die in Lamias Aura spielen, sind normalerweise zart, schmeichelnd, beruhigend und fast ätherisch, können aber auch neckend und geschwinder werden oder sogar zu einem markerschütternden Inferno, wenn man eine Grenze überschitten hat. Da man die Aura nicht wirklich mit den körperlichen Sinnen wahrnimmt, ist dieses Inferno dann zwar nicht ohrenbetäubend, aber es schmerzt im Geist. Bei Menschen oder anderen Wesen, die keinen Zugang zu einer solchen geistigen Ebene haben, ruft ein solches Inferno pure Panik hervor. Ihr Geruch ist da etwas anders, da er tatsächlich physischer Natur ist und entsprechend je nach Gemütslage die ein oder andere Note annimmt. Im eigentlichen Zustand erinnert ihr Geruch aber an einen heißen Sommertag auf einer Plantage mit Zitrusfrüchten.
Jahrtausende des Lebens haben Lamias Bewegungen, die vor langer Zeit zweifellos ebenso plump waren, wie die aller Menschen, geschliffen, sodass sie sich nun mit einer unauffälligen und anstrengungslosen Grazie bewegt, durch die es manchmal aussieht, als würde sie durch den Raum schweben oder wie in einer perfekt einstudierten Choreografie tanzen.

Charakter: Alles in allem ist Lamia vermutlich eine der beliebtesten Vampirinnen, das war sie schon immer - angefangen von dem Moment, in dem ihre spätere Schöpferin Selenia die anderen Mitglieder der Gemeinschaft auf sie aufmerksam machte (begleitet mit einer offenen Morddrohung an jeden, der auch nur flüchtig daran dachte, Hand an das Menschenmädchen zu legen) und die junge Patrizierin für sich beanspruchte bis in die Gegenwart in der sogar ein Teil der Menschheit sie liebt. Und so ungern Lamia der Tatsache auch ins Auge sieht, sie liebt es derart verehrt zu werden. Diese Verehrung weckt einen bestimmten Beschützerinstinkt in ihr, sodass sie immer versucht, die sie sie lieben, zu beschützen.
Trotzallem sollte man nie vergessen, dass sie zu den ältesten Vampiren gehört und das so seine Gründe hat. Lamia setzt zwar alles daran, die Ihren zu beschützen und solange man bei ihr nicht in Ungnade fällt, kann man sich ihrer gewiss sein - ihre Zuneigung ist aber ein Balaceakt. Auf einem Spinnenfaden. Hoch über einer weiten Schlucht an derem Grund ein unausweichlich tödliches Ende wartet. Es braucht nur einen einzigen unüberlegten Schritt und man hat seinen letzten Atemzug getan. Wie ihr Element, das Feuer, spendet sie Wärme, Licht, Schutz und Geborgenheit und verzehrt Feinde - wer aber die wahre Natur des Feuers leichtfertigerweise vergisst, wird allzuschnell ein Opfer der unbarmherzigen Flammen. Dennoch: Vampire wie Caleb, Calayda oder auch ihr Mann, die beinahe ihr ganzes Leben in Lamias Orbit verbracht haben beweisen, dass es nicht unmöglich ist, diesen Balanceakt dauerhaft zu meistern.
Außerdem sollte man nich ignorieren, dass Lamia bereits als Kind Politikerin werden wollte und der größte Teil ihres vampirischen Lebens mit diesem Thema zu tun hatte. Auch wenn es kaum jemand realisiert, ist Lamia sehr manipulativ und geht mit dieser Fähigkeit, die sie über die Jahre geschleift hat, ziemlich skrupellos um. Vielleicht hat sie sich von ihrer Schöpferin abgeguckt, ein Hindernis zwischen ihr und ihrem Ziel nicht zu akzeptieren. Wie auch Selenia ist sie sehr willensstark und dominant. Es ist nicht mal so, dass sie mit Kritik oder Widerstand nicht umgehen könnte - ist beides richtig formuliert, weiß sie es sehr zu schätzen -, das Problem ist, dass beides zu oft aus Trotz geboren wird. Und bei einem Wettkampf, wer den größeren Dickkopf hat, hat man gegen jemanden, der sich seit über dreitausend Jahren weigert zu sterben, eben keine Chance. Dass andere so kurzsichtig sind, das nicht zu erkennen und ein unnötiges Kräftemessen heraufbeschwören, ist der Punkt, der Lamia nervt, zumal sie nur ungern andere verletzt, davor jedoch auch nicht zurückschreckt, wenn es ihren Zwecken dient.
Wegen ihrer Geschichte als Politikerin und Herrscherin und ihres, auch unter Vampiren, hohen Alters denken viele, die sie noch nie persönlich erlebt haben, sie wäre kühl, zurückhaltend, reserviert und Ähnliches, aber das entspricht gar nicht der Wahrheit. Lamia ist freundlich, offen und fröhlich. Sie lacht und feiert gern und begeistert sich wie ein kleines Kind für die großen und kleinen Wunder der Welt. Sie sondert sich nicht ab, sondern sucht die Nähe zu Vampiren, Menschen und anderen Lebewesen. tatsächlich hat sie ein sehr fürsorgliches und sanftes Wesen, sie versucht gegenüber jeden unvoreingenommen und gütig zu sein (zumindest, bis derjenige seine Chance verspielt hat). In ihrem Leben hat sie sich um zahlreiche verlassene, junge Vampire gekümmert und sie in ihr neues Leben eingeführt, ihnen beigebracht, was sie wissen müssen. Sie gibt sich stets große Mühe, so grerecht, wie nur möglich sein zu können, was bei so vielen Leuten, die von ihren Entscheidungen betroffen sind, sehr schwierig ist. Aber wann hätte die Tatsache, dass etwas schwierig ist, sie schon jemals aufgehalten, wenn sie der Meinung war, dass es die Anstrengung wert ist?
In ihrem Leben hat Lamia auch viel gelernt und erfahren. Sie verfügt über eines Schatz an Wissen und Erfahrung, um den manche Bibliothek neidisch wäre und den sie sorgsam hütet, denn zu dem Wissen gehört auch, dass nicht jede Information für jedes Ohr oder Auge gedacht ist. Wenn nötig, macht sie von ihrem Wissen Gebrauch, jedoch nie leichtfertig. Es gibt gute Gründe, weshalb manches Wissen niemals aufgeschrieben wurde. Was ungefährlich ist oder doch zumindest in anderen sicheren Händen sein sollte, teilt sie aber sehr gern mit Vampiren, denen sie vertraut.

Vorlieben: Lamia liebt intelligente Unterhaltung. Es muss nichtmal so sein, dass sie selbst ein Teil des Gesprächs ist, oft lehnt sie sich auch einfach zurück und verfolgt interessiert dem Verlauf des Gesprächs. Entsprechend lernt sie auch sehr gerne neue Leute kennen und wie einem vielleicht schon durch die vielen Feiern in rom klar sein könnte, feiert sie auch gern. Nichts ist für Lamia schöner, als die vergnügte, ausgelassene Atmosphäre eines Festes zu genießen, das unbeschwerte Gelächter der Teilnehmer in den Ohren. Musik gehört für sie eigentlich auch immer dazu, denn auch diese genießt sie - ob nun als Konzert oder als Begleitung für einen Tanz. Es ist die ungetrübte, freie Ekstase eines guten Festes, die sie selbst auch mitreißt.
Natürlich kann Lamia auch die sogenannten "Spiele" genießen, die ähnlich wie in ihrer Jugend stattfinden: Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und durchaus auch Hinrichtungen. Nun ja, Brot und Spiele braucht das Volk, nicht wahr?
Außerdem - das wird jedem schnell klar, wenn er sie kennen lernt - hegt Lamia eine tiefe und unerschütterliche Liebe zu ihrer Geburtsstadt Rom. Sie reist gerne und sieht gerne das Leben an anderen Orten, aber schlussendlich kommt kein Ort an den Platz ran, der Rom in ihrem Herzen hat. Das wird mit jedem milden Lächeln, das sie den Bürgern Roms schenkt, mit jedem vergnügten Bummel über einen der vielen Marktplätze, mit jedem zärtlichen Blick auf die Stadt klar. Sie selbst scherzt sogar, dass Rom ihre erste große Liebe ist, denn es wäre die erste große Liebe der meisten ihrer menschlichen Familienmitglieder gewesen und sicher war es für viele auch die einzige.
Das ändert aber nichts daran, dass sie auch ihren Clan und insbesondere ihre Familie innig liebt, wobei Lamia bei "Familie" wenig Wert auf tatsächliche Verwandtschaft legt und somit beispielsweise auch Caleb und Cal zu ihrer Familie zählt. Und da sie ein großes Herz besitzt, braucht niemand Angst zu haben, durch mehr Leute würde man in ihrer Wertschätzung sinken. Besonders wenn man Lamia fragt, dann wird sie stets erwidern, dass Liebe zu den wenigen Dingen gehört, die mehr werden, wenn man sie teilt.

Abneigungen: Was Lamia absolut nicht ausstehen kann ist, wenn jemand versucht, ihre Leute zu bedrohen. Damit begeht man einen Fehler, der nicht wenige bereits das Leben gekostet hat. Wie erwähnt, wer die Natur des Feuers vergisst ...
Genauso wenig toleriert sie es, wenn man Schwächeren, noch dazu mit voller Absicht, Schaden zufügt oder übermäßig grausam ist. Ist es nicht in ihrem Gebiet, dann wird sie zwar die Angelegenheit den örtlichen Herrschern überlassen, wer das aber auf Roms Boden tut, der hat nicht unbedingt Gnade zu erwarten. Gleichzeitig mag sie Selbstjustiz aber ebenso wenig. Das Verlangen nach Rache kann sie zwar nachvollziehen, aber es ist nicht der richtige Weg, Rache zu bekommen. Der richtige Weg für Rache ist, den Missetäter vor der ganzen Öffentlichkeit für seine Taten bloßzustellen und von einem befugten Gericht verurteilen zu lassen. Damit die Wahrheit wirklich ans Licht kommt, hat Lamia in Rom entsprechende Maßnahmen getroffen.
Ansonsten gibt es nur wenig, was Lamia derart verärgert, dass sich ihre innere Ruhe in brennenden Zorn verwandelt. Dinge wie Dummheit, Dreistigkeit oder trotziger Widerstand sind nicht mehr als eine kleine, nervige Unannehmlichkeit und erledigen sich meistens, wenn ihre Aura ein wenig bedrohlicher wird. Das sind aber alles Dinge, sie sie nicht sonderlich schätzt, nichts, was sie dazu bringt, einem das Herz aus der Brust zu brennen.



Lamia wurde in der Familie der Iúlier im antiken Rom geboren, zur Zeit der punischen Kriege. Da Politik in ihrer Familie sehr wichtig war, interessierte sie sich natürlich ebenfalls dafür und weil sie so ein aufgewecktes, wissbegieriges und gescheites Mädchen war, beschloss ihr Großvater, das Familienoberhaupt und selbst ein einflussreicher Politiker seiner Zeit, dass seine gliebte Enkelin mit ihren beiden älteren Brüdern unterrichtet werden sollte, was für Mädchen damals sehr ungewöhnlich war. Ihr Großvater war der Meinung, dass eine gebildete Frau einem klugen Politiker eine bessere Stütze sein konnte - mehr als eine Möglichkeit, einen legitimen Erben zu haben. Außerdem war das für sie damals die einzige Möglichkeit, selbst Einfluss zu haben: als Frau eines Politikers. Zugegeben, der Gedanke gefiel Lamia, damals noch Iúlia, nicht besonders, dennoch machte sie mit. Als sie im heiratsfähigen Alter war und in der römischen Gesellschaft vorgestellt wurde, bekam sie recht schnell ihren Beinamen "Venusta Divina", womit an die sagenhafte Ahnin der Iúlier - Venus, die Göttin der Liebe - angeknüpft wurde, zumal bereits ihre Familie der Meinung war, sie müsse der besondere Liebling dieser Göttin sein, da ihr die Herzen ihrer Umwelt so rasch zuflogen.

Tatsächlich fand sich auch ein angehender Politiker, den Iúlia rasch schätzte, Ravilla, und die beiden jungen Leute stimmten der Verlobung zu. Sie wusste, dass sie eigentlich begann, zärtliche Gefühle für einen der Hausdiener, Linus, zu entwickeln, aber da sie "vernünftig" war und wusste, dass eine Heirat nichts mit Liebe zu tun hatte, hielt sie sich zurück.
Ravilla starb allerdings noch vor der Hochzeit. Er war plötzlich an einer seltenen Krankheit erkrankt und obwohl die Ärzte taten, was sie konnten und Iúlia sie bestes tat, um ihn zum Kampf gegen die Krankheit zu bringen, starb er nach kurzer Zeit. Es dauerte eine Weile, denn Iúlia, damals gerade erst 15 geworden, glaubte nicht, dass irgendjemand zu soetwas in der Lage war, doch dann verstand sie, dass das kein Zufall und kein Schicksal der Götter gewesen war. Sie wusste damals zwar noch nicht wie, aber irgendwie hatte Selenia, die ihr seit sie 12 war jeden Monat einmal in der Nacht einen Besuch abstattete, es geschafft, Ravilla mit dieser Krankheit zu infizieren. Iúlia verstand die Warnung unterbewusst und lehnte jeden weiteren Bewerber ab und distanzierte sich auch weiter von Linus.
Als schließlich eine Vestalin zu ihnen kam und wegen dem plötzlichen Tod einer älteren Priesterin anbot, Iúlia auszubilden, wollte sie zunächst ablehnen, nachdem sie aber erfahren hatte, dass die andere Vestalin an der gleichen Krankheit gestorben war, stimmte sie zu, in wenigen Monaten ausgebildet zu werden und zu ihrem 16. Geburtstag als Vestalin im Tempel aufgenommen zu werden. Das war ein Leben, mit dem sie sich sehr gut arragnieren konnte, so weit sollte es aber nie kommen.

Einen Monat vor ihren Geburtstag erschien ihr Selenia ein letztes Mal. Sie trennte sie von den Wachen, die sie und ihre Freunde auf dem Heimweg vom Circus beschützen sollten und nahm sie mit sich. Selenia musste dafür keinerlei Gewalt anwenden, denn obwohl Iúlia ihr nichts verziehen hatte, konnte sie der Vampirin nicht widerstehen und ließ sich auf diese fremde Welt ein.
Sie wurde ein Mitglied der Gemeinschaft des Blutenden Mondes und Selenias besonderer Liebling, obwohl sie mit allen gut klar kam. Dass die ältere Vampirin über sie aber mit besonderer Eifersucht wachte, wurde bald klar. Obwohl Iúlia nicht unglücklich war und sogar eine besondere, innige Verbindung zu Selenia spürte, konnte sie ihre Verbindungen zur Menschenwelt nicht vergessen und immer wieder zog es sie zu ihrer Familie und besonders zu Linus. Seit ihrer Verwandlung war es schwierig die stärkeren Gefühle zu kontrollieren und manchmal glaubte sie, ihre Beine würden sich ihrem Befehl widersetzen und sie zu Linus tragen.
Das blieb auch Selenia nicht verborgen und bald darauf konnte Iúlia nur noch hilflos versuchen, Linus das Leben zu retten, bevor er in ihren Armen an einem Gift starb. Nun verstand sie die Warnung ganz bewusst und hielt sich von ihrer Familie fern. Natürlich beobachtete sie sie noch immer aus der Ferne, aber kein einziges Mal kam ihr mehr der Gedanke, sich einem von ihnen zu zeigen, wie es bei Linus gewesen war. Sie gab sich selbst die Schuld an seinem Tod, genauso wie an dem von Ravilla und der unbekannten Vestalin.

Iúlia lernte eifrig alles, was sie konnte, als sie aber mal eine junge Familie töten sollte, inklusive dem kleinen Säugling, widersetzte sie sich, etwas was einem bei Selenia nicht oft passiert. Sie adoptierte den verwaisten Jungen - denn die Eltern hatte sie getötet - und beschloss, ihn großzuziehen, doch auch dazu sollte es nicht mehr kommen, denn Selenias Groll hatte zur Folge, dass auch er einen plötzlichen Tod starb. Damit war Iúlias Geduld ausgereizt.
Sie sagte sich von Selenia los, auch wenn das für sie selbst überraschend schwer war, und brach jeden Kontakt zur Gemeinschaft ab. Stattdessen befreite sie einen Sklaven, der als Gladiator kämpfte und der ihr schon als Mensch gut gefallen hatte. Sein Name war Aurelius, weil er durch die Kämpfe seinem Besitzer so viel Gold eingebracht hatte. Mit Aurelius an ihrer Seite, der ihr bedingungslos zugetan war und sie "Benevola" nannte, weil sie durch ihr Urteil einmal verhindert hatte, dass er einen anderen Gladiator töten musste, reiste sie los und beschloss, etwas von der Welt zu sehen.
In Griechenland schließlich hörte sie von der Geschichte der Dämonin Lamia, deren Kind von der Göttin Hera getötet worden war, und die aus Rache an der Göttin der Mütter und der Schwangerschaft nun ihrerseits Babys tötete. Weil sie die Wut und das Verlangen nach Rache der Dämonin nachvollziehen konnte, bezeichnete sie sich als Lacrima Lamiae, Träne der Lamia, und nannte sich fortan Lamia Lacrima.

Es dauerte nicht lange und andere Vampire, die sich ausgestoßen fühlten oder mit dem Leben in den Gemeinschaften nicht zurecht kamen, schlossen sich ihr an, genauso wie manche Menschen, die begannen, einen Kult zu erschaffen. Zu der Zeit achtete Lamia herzlich wenig darauf, ob die Existenz von Vampiren geheim blieb oder nicht. Mit der Zeit kamen auch Vampire, die bisher zufrieden waren und der Kult, der auf Ekstase, Leidenschaft und Reinheit beruhte, wurde immer größer. Reinheit darf man in dem Sinne aber nicht mit Moral verwechseln, es bedeutet, dass man eine Sache entweder mit jeder Faser seines Seins tut oder gar nicht. Es gab kein Gestern und kein Morgen, sondern nur den Augenblick und der wurde gelebt und genossen.
In dieser Zeit kam es auch dazu, dass diesem Kult einige einsame Höfe zum Opfer fielen. Die dort lebenden Menschen hatten entweder Glück und schlossen sich aus ehrlicher Begeisterung dem Kult an, womit sie zumindest noch etwas länger lebten, oder aber sie erlebten ihr ende mit Pauken und Trompeten, wenn die Vampire ihren zum Schluss das Leben noch mal in seiner schillernden Pracht vor Augen führten. Jeder Nerv wurde stimuliert, die Sinne mit zahllosen Wahrnehmungen überflutet, bis diese Menschen schließlich an Ermüdung oder durch die Hand eines anderen Menschen starben.
Lamia selbst war es, die dieses Ausschweifende Leben langsam zügelte, eindämmte, abflauen ließ und den Kult mehr oder weniger beendete, für die Zeit aber gerade von den Vampiren weiterhin sehr geschätzt wurde. Es hatte sich gezeigt, dass niemand, der gekommen war, um sie aufzuhalten, sie hatte aufhalten können, alle waren nach und nach zu Anhängern dieses Kultes geworden und als Aurelius an Altersschwäche starb, beschloss Lamia, dass es genug Tod gegeben hatte und das nicht das war, weshalb sie diesen Kult des Lebens ursprünglich gegründet hatte. Sie hatte zugelassen, dass die dunklen Instinkte und Begierden ihrer vampirischen Natur die Führung übernahmen und das konnte sie nicht akzeptieren.

Sie reiste nach Jahrzehnten wieder nach Rom zurück und wurde zu ihrem Erstaunen herzlich von Selenia empfangen, die selbst ebenfalls über ihr Handeln nachgedacht hatte. Das wurde besonders deutlich, als die alte Vampirin ihr einen Waisenjungen brachte, der zunächst ihr Diener und Schüler, später ihr Spender und schlussendlich der erste von ihr verwandelte Vampir wurde.
Auch als später noch der aufgeweckte Wirbelwind Calayda zu ihrem Clan dazu kam, wurde dadurch die Beziehung zwischen Selenia und ihr nur enger - besonders, weil Selenia langsam begriff, dass sie durch Eifersucht nur in Ungnade fiel. Es ist allgemein bekannt, wie nahe sich Selenia und Lamia standen, auch wenn beide im Laufe der Jahrhunderte noch andere Partner hatten. Schlussendlich waren es stets Selenia und Lamia. Wenn die eine die andere brauchte, ließ sie alles und jeden stehen und liegen. Nur wenige Paare natürlicher Seelengefährten sind bekannt, aber die beiden sind eines dieser Paare. Das zu verheimlichen wäre sinnlos und vergebene Mühe.

Nach dem Bruderkrieg (834-1012) und als die Vampirgesellschaft neu geordnet wurde, verschwand Selenia allerdings als das letzte Oberhaupt der alten Gemeinschaften. Lamia gewann in dieser neuen Gesellschaft rasch an Einfluss - als führendes Mitglied des Agmen Pacis, als Ratsmitglied und Präsidentin ihrer Abteilung, als Statthalterin Roms und Senatsdienerin in Diensten einer befreundeten Ältesten, sowie als Oberhaupt der Iúlier. Schlussendlich, 1820, wurde sie selbst in den Kreis der Maiores aufgenommen und damals lernte sie auch Chauvelin, ihren späteren Mann, kennen, der ein Nachfahre ihrer menschlichen Familie war und bei der Verwandlung so zufällig in ihren Clan gerutscht war. Wegen seiner Unverträglichkeit gegenüber Menschenblut wurde er Jahre lang als Versuchskaninchen missbraucht und nun als Zeichen des Respekts gegenüber der neuen Ältesten in ihre Obhut übergeben.



Hier finden die Geschehnisse aus dem Play ihren Platz. Es ist die aktuelle Weiterführung des Lebenslaufes.



Lamia hat zahlreiche Freunde und auch eine eigene Familie.

Zu ihrer Familie gehört natürlich in erster Linie ihr Mann Chauvelin, mit dem sie schließlich den Seelenbund eingegangen ist, der sie beide zur Seelengefährten macht, wordurch es ihnen möglich war, ihre gemeinsamen Kinder zu bekommen. Trotz des großen Altersunterschieds und der Tatsache, dass Lamia ihn zu Beginn wegen seines Alters nicht wirklich ernst nehmen konnte, lernte sie rasch seinen Rat zu schätzen und über die mangelnde Erfahrung hinweg zu sehen. Sie liebt ihn von ganzem Herzen und weil sie um ihre eigenen Fehler sehr gut bescheid weiß und weiß, wie wichtig ihm Gerechtigkeit ist, versucht sie für ihn mit noch mehr Elan eine bessere Person zu sein. Inzwischen ist sie der Meinung, dass sie beide zu einem ziemlich guten Team zusammen gewachsen sind, dass kaum noch das geistige Gespräch braucht, um wie eine Einheit zu arbeiten. Obwohl sie immer wieder gefragt wurde, ob es sie nicht stört, nach der natürlichen Seelenverwandschaft zu Selenia nun eine künstliche zu Chauvelin eingegangen zu sein, kann sie solche Bedanken absolut nicht empfinden. Natürlich war die Verbundenheit zu Selenia von ersten Augenblick an, als sie im Dunkeln ihres Schalfzimmers gestanden und sie mit sanfter Stimme angesprochen hatte dagewesen. Bei Chauvelin gab es mehr Hürden. Aber genau diese Hürden, die sie gemeinsam bewältigt und sie enger zusammen geschweißt haben sind es, die ihre Beziehung zu Chauvelin ausmachen. Sie hatten keinen reibungslosen Start, sie mussten um das kämpfen, was sie haben, sie mussten an der Beziehung arbeiten. Lamia sieht also keinen Grund, weshalb die Beziehung zu Chauvelin weniger wert sein sollte, als die zu Selenia.

Allerdings - und das hat Lamia ihm auch gesagt, als Selenia bei der damaligen Bekämpfung von Markus da war - wird da immer etwas zwischen Selenia und ihr sein. Lamia spürt, dass Selenia nicht tot ist und sie weiß, wenn die alte Vampirin wieder einen Fuß auf diese Erde setzt, dann würde sie bis ans Ende der Welt reisen, um sie zu sehen. Selenia im Gegenzug musste akzeptieren, dass Lamia nicht auf sie wartete, sondern mit Chauvelin ihr Leben verbrachte und es ablehnte, mit Selenia zu kommen.

Gegenüber Caleb und Cal hegt Lamia definitiv keine romantischen Gefühle, aber dennoch sieht sie die beiden als ihre Familie. So lange waren sie zu viert: Sie, Selenia und die beiden - gut und die gelegentlichen Anhänge der beide, die aber nie länger als ein paar Jahre anhielten. Dennoch liebt Lamia beide auf einer platonischen Ebene und verbringt unglaublich gerne Zeit mit ihnen.



Nickname: Hexxe
Alter: 22 Jahre
Sonstiges: Hm ... Nebenplays, klar, immer, aber sonst fällt mir grad nix ein. Na ja, keine übertriebene Gewalt und nicht nur rote Zeilen, kein dauerndes Rumgekämpfe (echt, jetzt, ernsthaft, ich denke nicht, dass die Charas Panem-like andauernd kämpfen müssen oder wie oft seid ihr am Tag in Kämpfe verwickelt, bei denen ihr ernsthafte Wunden davon tragen könntet? Solange es keinen guten Grund gibt, finde ich das einfach lächerlich). Es gibt so viele schöne Sachen, über die man schreiben kann ... Ach ja und wer bis hier her gelesen hat, kann es sich vll denken, aber trotzdem: Vorsicht, ich schreibe gerne ganze Romane und hätte gern, dass man darauf mit mehr als nur zwei Sätzen antwortet. Vampire haben super empfindliche Sinne, Zugang zu einer anderen geistigen Ebene und vampirische Instinkte, also spielen wir doch mit diesen Möglichkeiten etwas. Ganz davon abgesehen, dass auch unsere Charas keine leeren Puppen sind, sondern denken und Gefühle haben, mit denen sie zurecht kommen müssen ... ^^°


nach oben


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Jacky
Besucherzähler
Heute waren 21 Gäste online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 46 Themen und 122 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 32 Benutzer (21.04.2016 19:56).